Rund um Polen – Ein Mitreiseerlebnis mit Elchen, Wisenten und Wölfen (Gunnar Green)
Der Fotojournalist Gunnar Green fuhr am 12. November mit großem Equipment bei der Hofstube vor und bot uns seine Fotoshow auf einer außerordentlich großen Leinwand, so dass die tollen Aufnahmen besonders schön zur Geltung kamen. Zunächst konnten wir bildlich verfolgen, wie Gunnar Green einen alten Schweineanhänger zu dem Campingwagen umgebaut hat, in dem er mit Frau und Tochter diese Polenreise als Jungfernfahrt unternommen hat. Die erste Tagesetappe führte an die polnische Grenze vor Stettin. Dann folgten herrliche mit Musik unterlegte Impressionen von der polnischen Ostseeküste. Die Stadt Danzig mit ihrem tollen Altstadtkern und dem historischen Kran erschien auf der Leinwand, letzterer wurde damals mit Menschenkraft in einem Laufrad angetrieben. Weiter ging es zur Marienburg, die in der Abendsonne zauberhaft rot leuchtete. Interessant ist die seit 1844 bestehende Technik, die es Schiffen im Oberlandkanal erlaubt, die dort vorhandenen 100 m Höhenunterschied zu bewältigen, und zwar werden sie mit Wasserkraft über Rollberge hochgerollt anstatt geschleust zu werden.
Die masurische Fluss- und Seenlandschaft ist ein Paradies für Wassersportler, wegen der immensen Größe der Gebiete wirkt es aber auch in der Sommersaison nicht überfüllt. Es folgen Bilder von sehr eindrucksvollen Kunstwerken und Symbolen der alten Galindia-Kultur, die in Zusammenhang mit einer Hotelanlage und einem touristischen Angebot weiterhin gepflegt wird. Der nächste besondere Ort ist Hitlers Wolfsschanze. Vor einem Nationalpark, der hauptsächlich Sumpfgebiete enthält, verweilen die Reisenden auf einem Campingplatz, der einem kleinen Bauernhof angeschlossen ist. Von dort aus bekommt Herr Green tatsächlich Elche vor die Kamera, da sich hier ein altes und riesiges Elchgebiet befindet. Ebenso sehen wir ein Video, wo zwei junge Wölfe ein kleines Reh erbeuten, das möglicherweise beim Mähen der Wiese verletzt worden ist.
Sie erreichen die südöstliche Ecke Polens, und damit die Waldkarpaten, die Landschaft verändert sich. Hier gibt es Bären und Wisente im Nationalpark, für die Imker ein Problem, die ihre Bienenvölker besonders schützen müssen. Herr Green war morgens früh im Wald unterwegs und hat große Bärenspuren fotografiert. Trotz der Tiere wird in diesem Gebiet Schafhaltung betrieben, und zwar mit Wanderhirten, Hütehunden und Wachhunden. Die Schafe werden nachts innerhalb eines Gatters bewacht. Die letzten Stationen sind Zakopane, ein bekanntes Skigebiet, Krakau und Auschwitz. Kurz vor der Heimreise ereilt ein Motorschaden den alten Jeep und die Familie Green wird vom ADAC nach Hause gebracht.
Ein schöner Vortrag mit qualitativ hochwertigen Fotos und Videosequenzen, vielen Informationen rund um Land und Leute, persönlich gehalten und aufgehellt durch die Fotos, auf denen die entzückende kleine Tochter der Greens in die Kamera lächelt.
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