Vortrag „Sicherheit im Alltag“
Nach dem Kaffeetrinken stellte sich zunächst ein neues Mitglied vor. Es handelt sich um eine „Junge Landfrau“ aus Felde, Caroline Heesch, die sich unserem Verein anschließen möchte, weil der Felder Ortsverein sich aufgelöst hat.
Dann stellte sich der Referent Bernd Fedder vor, der ehrenamtlich als Seniorenberater in Neumünster tätig ist. Er nannte drei Themenbereiche, über die er sprechen wollte: Betrug, z. B. Enkeltrick, Taschendiebstahl und Verhalten an der Haustür.
Mittels einer typischen Gesprächsaufzeichnung erklärt er die Vorgehensweise der Betrüger, die sich als falsche Polizisten ausgeben. Der hier beschriebene Fall ist in Mielkendorf bereits aufgetreten und mehrere Landfrauen konnten darüber berichten. Allerdings ändern sich die Methoden der Verbrecher ständig. Zur Statistik in Schleswig-Holstein nannte Herr Fedder folgende Zahlen: 2020 gab es 2671 Anrufe dieser Art, 27 vollendete Delikte, wobei mehrere hunderttausend Euro übergeben wurden. Per Enkeltrick wurden 1000 Versuche gezählt, die 33 erfolgreichen Delikte ergaben eine Summe von 944.000 Euro, wobei eine hohe Dunkelziffer vermutet wird. Herr Fedder gab einige Tipps, z. B. auf einen Telefoneintrag zu verzichten, Rücksprache mit Familienangehörigen oder Nachbarn halten, weitere Ansprechpartner sind Polizei und Verbraucherzentrale.
Zum Taschendiebstahl beschrieb Herr Fedder einige Beispiele von typischen Situationen, z. B. das Ablenken der Person durch Fragen nach dem Weg o. a., eine zweite Person macht sich derweil an der Handtasche zu schaffen, Diebstahl aus dem Fahrradkorb, aus dem Einkaufswagen…) Zur Vermeidung gab er Tipps, niemals die Handtasche unbeaufsichtigt zu lassen, Geldkarte, Geld, Ausweise und Pin getrennt voneinander aufzubewahren und überhaupt wenig Geld und Wertsachen mit sich zu führen. Der Notruf für die Sperrung der EC-Karte lautet 116 116.
An der Haustür kann man sich durch das Vorlegen einer Kette oder eines Riegels vor gewaltsamem Eindringen schützen, Ausweis des Besuchers zeigen lassen, ggf. Rückruf bei der Behörde oder Polizei, die Nummer des Beamten abfragen und vor allem keine nicht angekündigten Handwerker einlassen. Bei Anfragen um Hilfe jeweils die Tür schließen, wenn z. B. ein Glas Wasser erbeten wird.
Zum Schluss weist Herr Fedder auf die Beratungsmöglichkeit zu dem Thema bei der Polizei oder bei zertifizierten Firmen hin. Sollte man Opfer eines Einbruchs geworden sein, kann man beim Weißen Ring e. V. Hilfe erhalten in Hinblick auf die psychischen Folgen. Herr Fedder verteilt dann noch Broschüren, in denen all dies detailliert nachzulesen ist.
So war der Vortrag sehr informativ und bot interessante Aspekte und Tatsachen, die noch nicht jedem bekannt waren.
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