BannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbildBannerbild
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Heimische Eulenwelt – Faszination unserer Natur

 

Der Referent Dirk-Peter Meckel stellte sich als Vorsitzender des Landesverbands Eulenschutz Schleswig-Holstein vor, der sich seit über vierzig Jahren um die Wiederansiedlung und den Schutz der Eulen kümmert. Der Verband hat 600 Mitglieder. Es gibt Artenschutzprogramme für die verschiedenen Eulenarten. Gebietsbetreuer überwachen die Bestände. Viele ehrenamtliche Helfer übernehmen Aufgaben und Patenschaften. 

Das landschaftliche Umfeld muss für die betreffende Eulenart passen, z. B. Wald und offene Flächen für die Waldeulen (Baumbrüter) oder offenes Gelände mit ausreichend Gehölzen für andere Arten. Herr Meckel berichtet Erstaunliches: Die Eulenvögel haben sich als Art vor vielen Millionen Jahren von den Taggreifvögeln abgespalten und unabhängig weiterentwickelt. Nur der Schnabel und die Fänge mit den Krallen verraten noch die frühere nahe Verwandtschaft. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind die Uhus in Schleswig-Holstein ausgestorben und erst seit 1981 gab es Bemühungen der Wiederansiedlung. Heute leben etwa 400 Brutpaare bei uns. 

Der Uhu ist die größte Eule, eine Darstellung zeigt das im Verhältnis kleine filigrane Skelett, das so reich von Federn umhüllt ist, dass die enorme Größe zustande kommt. Bei Gefahr bzw. als Drohhaltung kann der Uhu sein Federkleid noch deutlich größer aufplustern. Seine Seh- und Hörfähigkeiten sind 10mal größer als die des Menschen und er benutzt 20 verschiedene Rufe zur Verständigung. Er kann seinen Kopf außerordentlich weit drehen, hat 14 Wirbel! (Giraffe: 7 Wirbel) und fliegt durch eine Vorrichtung an den Flügelrändern geräuschlos auf seine Beute zu. Der Uhu baut kein eigenes Nest, sondern benutzt verlassene Greifvogelhorste. 

Der Verband stellt außerdem passende Brutkisten in die Bäume, die auch gerne angenommen werden. Andere Eulen suchen sich Baumlöcher oder ehemalige Spechthöhlen. Herr Meckel zeigt Fotos von außergewöhnlichen Brutplätzen, z. B. einer Mülldeponie, die natürlich in Hinblick auf das Nahrungsangebot (viele Ratten) günstig sein kann. Als Nahrung kommen kleine Pelztiere, Igel und Vögel in Betracht. In einer Vergrämungsaktion von Saatkrähen haben die Uhus den Bestand von 400 auf 20 Vögel reduzieren können. Eine Eigenart bei den Eulen ist das Ausspeien des Gewölles, das sind die unverdaulichen Bestandteile des Mageninhalts.

Herr Meckel berichtet über weitere Eulen, z. B. die Schleiereule, von der es etwa 500 Brutpaare in Schleswig-Holstein gibt. Kurioses ist auf seinen Fotos zu sehen, z. B. eine gemeinsame Brut eines Turmfalken und einer Eule, eine „Vorratskammer“ mit einem großen Haufen toter Mäuse, die Fütterung der Jungvögel mit Mäusen – der Schwanz hängt noch aus dem Schnabel heraus - sowie eine im Stacheldraht gefangene und verendete Eule.

Endlos sind die Namen der verschiedenen Eulen: Waldkauz, Steinkauz, Rauhfußkauz, Streifenkauz und Fleckenkauz, Sumpfohreule, Waldohreule, Schleiereule, um nur einige zu nennen. Der Sperlingskauz ist die kleinste Eulenart.

Neben all den interessanten Informationen über das Leben der Eulen waren natürlich die wunderbaren Fotos die Höhepunkte. Bilder und kleine Videos zeigten eindrucksvoll alle Lebensbereiche. Am ästhetisch schönsten waren die Fotos, die Eulen im Flug zeigten.

Fotoserien

2025-11-11_Eulen (DI, 11. November 2025)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Di, 11. November 2025

Bild zur Meldung

Downloads

Weitere Meldungen